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Jurassic World 2: Kritik – Der wohl fesselndste Teil der Saga!

Der fünfte Teil des Dinosaurier-Franchise, das vor 25 Jahren dank Steven Spielberg seine Anfänge fand, spielt seit ein paar Tagen hierzulande bereits in den Kinos. J. A. Bayona führte Regie bei Jurassic World: Das gefallene Königreich. Bisher inszenierte er ein Drama, einen melodramatischen Film und den 2016 erschienenen düsteren Fantasystreifen Sieben Minuten nach Mitternacht. Der Hang des Regisseurs zum Finsteren ist auch bei Jurassic World 2 klar erkennbar.

Im zweiten Teil der World-Reihe kommen die beiden Hauptprotagonisten aus dem ersten Teil Claire und Owen wieder zurück auf die Insel, die am Ende von Jurassic World 2015 von den Dinosauriern übernommen worden war. Ein Vulkan dort droht auszubrechen und die Tiere erneut auszurotten. Die beiden starten daher mit der Hilfe eines alten Freundes von John Hammond, der damals den ersten Park erbauen ließ, eine Rettungsmission.

Der Film bedient sich in so ziemlich jeder spannenden Szene dem Rettung-im-letzten-Moment-Klischees. Dennoch schafft es Bayona, den Zuschauer in seinen Stuhl zu fesseln. Auf seine Art haucht er dem abgenutzten Prinzip neues Leben ein und hält dadurch die Spannung aufrecht. Bereits zu Beginn des Films zeigt er, dass dieser Teil anders werden wird als alle vier Teile davor.

Die sympathischen Protagonisten, mit denen man sich gut identifizieren kann, sorgen für viel Mitgefühl beim Zuschauer. Vor allem die Szene, als das Schiff die Insel verlässt und Claire zurückblickt, lässt wohl kaum ein Auge trocken. Und auch der neue Charakter Maisie, ein junges Mädchen mit einer Liebe zu Saurier, sorgt für viel Empathie.
Durch sie werden aber auch Ängste in Erwachsenen wach gerufen, die man als Kind hatte.

Vom Prinzip her lehnt Jurassic World: das gefallene Königreich stark an Jurassic Park: Verlorene Welt. Die Hauptpersonen kehren mit einem Plan zur Insel zurück, auf der die Dinosaurier nun frei leben. Am Ende geht jedoch so ziemlich alles schief, was schief gehen kann. Dass der Antagonist im Film eine geldgierige Person ist, die für die Dinosaurier nichts Gutes im Sinn hat, sondern sie nur ausbeuten möchte, ist ebenfalls nicht Neues mehr. Auf die Weise ist der 5. Teil der Saga jedoch vom inhaltlichen Prinzip ein Remake des zweiten Teils. Dies ist jedoch überraschenderweise gut gelungen. Die Story ist dennoch spannend und frisch aufgesetzt. Außerdem spielt der ganze Film dadurch darauf an, dass der Mensch nicht aus seinen Fehlern lernt. Man sollte meinen, die Menschen wüssten es durch die vorherigen Ereignisse besser, stattdessen spielt sich alles erneut ab, beinahe auf dieselbe Weise.

Die Story hat leider ziemlich viele Logikfehler, wenn man nur ein bisschen genauer hinsieht. So fliehen zum Beispiel in einer Szene alle Dinosaurier vor glühend heißer Lava, nur der große Fleischfresser bleibt bei den Menschen stehen. Sein Leben zu retten steht in dem Fall wohl nicht auf seiner Prioritätenliste und er nimmt lieber einen kleinen Snack. Ohne Frage entsteht dadurch eine spannende Szene  und der große T-Rex bekommt seine 3 Minuten Aufmerksamkeit, wie es wohl in jedem Dino-Film Pflicht ist. Dennoch ist ein Augen-rollen schwer zu verkneifen.

Für die größte Überraschung sorgen  die Schlussszenen. Der Film bietet ein Ende, dass große Lust auf den dritten Teil der World-Saga macht, der am 11. Juni 2019 in die Kinos kommen soll.

30Mai

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