Detroit: Become Human – Review

Was haben Spiele wie Fahrenheit, Heavy Rain, Beyond: Two Souls und Detroit: Become Human gemeinsam? Sie sind alle vom selben Studio entwickelt worden, aber sie sind alle gemeinsam eher mehr Film als Spiel.

So reiht sich nun das neueste Werk von Quantic Dream in dieses Genre ein und eines kann man im Vorhinein sagen, die Entwickler haben ihr machen perfektioniert. Dazu kommen wir aber zum Schluss.

Wir schreiben das Jahr 2038, Androiden werden am Fließband gebaut, um den Menschen unter die Arme zu greifen, jedoch sind diese Arbeiter billiger als die Bevölkerung, so steigt die Arbeitslosenzahl jenseits der 30 %, was vielen Menschen sauer aufstößt. Nebenbei entwickeln sich die Androiden selber weiter, was einem bereits am Anfang dargestellt wird, denn Androiden dürfen Menschen eigentlich kein Leid zufügen.

Wir schlüpfen in der ersten Sequenz in die Rolle von Connor, ein Androide der gebaut wurde um andere Androiden, welche nicht mehr normal funktionieren und Menschen verletzen oder töten zu finden. So auch in der erste Sequenz in der ein Androide namens Daniel seinen Besitzer und einen Polizisten getötet und daraufhin ein Kind als Geisel genommen hat. Hier fängt das Spiel an euch jegliche Freiheiten zu geben. Ihr könnt Informationen sammeln bevor ihr euch den Gegner stellt um weitere Gesprächsoptionen zu bekommen, ihr könnt aber auch gleich euer Glück versuchen, das letzteres nicht unbedingt erfolgreich ist muss man hier nicht erwähnen. Das Spiel gibt euch viel Freiraum um euren eigenen Spielstil zu finden, klärt euch jedoch auch dahin gehend auf, das es möglich sein kann, dass man durch manche Aktionen mit den Konsequenzen leben muss.

Connor ist nicht der einzige Androide, in dessen Rolle ihr im weiteren Spielverlauf schlüpfen werdet, so gibt es neben diesen auch Kara und Markus. Zwei Androiden die ebenfalls aus ihrem – Gedankengefängnis ausbrechen um vor allem ihre eigentliche Besitzer zu beschützen, weiter wollen wir hier nicht ins Detail gehen.

So kommt es ohne etwas vorweg zu nehmen zu etwas zu dem es kommen muss, einige Androiden tun sich zusammen um sich für eine Gleichstellung einzusetzen, da viele Menschen die Maschinen sehr schlecht behandeln indem sie ihnen auch mit ziemlich viel Gewalt zusetzten.

In Detroit: Become Human kommt es weniger darauf an ob ihr den nötigen Skill habt, es erzählt eine Geschichte und das macht es fantastisch ab und an seit ihr gefragt und müsst die Geschichte so lenken wie ihr es wollt, sei es jetzt durch ein Gespräch oder ein quick Time Event es fühlt sich mehr als in den vorherigen spielen so an als könnte man wirklich Einfluss darauf nehmen und so wird jeder Spieler sein eigenes Spielerlebnis finden.

Grafisch sticht der neueste Streich von Quantic Dream heraus indem das Motion Capturing nochmals verbessert wurde, war dies schon bei Beyond: Two Souls großartig würde es hier noch mal auf eine andere Stufe gehoben, das trägt zur gesamten Atmosphäre bei. Man hat eben mehr das Gefühl einen Film zu sehen als ein Spiel zu spielen, die ganze Welt fühlt sich zudem einfach wirklich an. Die deutsche Sprachausgabe ist zählt zudem, wie auch in den anderen spielen des Herstellers,  zu den eindeutig besseren.

Doch wie jedes Spiel ist auch Detroit: Become Human nicht perfekt, es ist zwar nahe dran aber trotzdem gibt es einen Punkt, den man ansprechen sollte. Es wird zwar so getan als hätte man unendlich viele Entscheidungsmöglichkeiten, jedoch ist dem nicht ganz so, oft gibt es nur ein zwei Enden, die sich, trotz anderer Herangehensweise nicht umgehen lassen. Dies sieht man auch am Endbildschirm eines jeden Abschnittes, es gibt zwar einige mit mehreren Lösungen des Problems, jedoch gibt es in den spielentscheidenden Sequenzen meisten nur zwei mögliche Abzweigungen, die wiederum zu ein und demselben Ergebnis führen. Das ist natürlich auch verständlich, da dies nicht das Reale Leben ist sondern nach wie vor ein Videospiel und die Geschichte wurde bereits geschrieben, trotzdem ist es an manchen Stellen schade, das man doch nicht ganz so frei handeln, kann, wie es einem das Spiel verkauft. Trotzdem gibt es in den nicht ganz so wichtigen Passagen, mehrere Enden, die einem zum Wiederspielen einladen und noch mehr von der Geschichte, das was wäre wenn, preisgeben.

Fazit
9.4

Was kann man noch zu Detroit Become Human sagen? Es ist das wohl beste Spiel das Entwickler Quantic Dream entwickelt hat. Sie haben alles was sie aus anderen Titel gelernt habe hier nahezu perfektioniert es ist zwar nicht perfekt, wie es nichts ist, aber sehr nahe dran. Die Charaktere sind sehr gut geschrieben und atemberaubend umgesetzt. Die Entscheidungsfreiheiten sind nahezu grenzenlos, auch wenn es oftmals zu denselben paar enden führt, hat an trotzdem das Gefühl es anders zu machen. Gerade das Zwischenmenschliche ist etwas das es bereits in den anderen Spielen des Entwicklers gab und genau das ist es, was einen so an die Spiele fesselt, wie würde ich in dieser Situation reagieren ist etwas das einem viele Spiele vor Augen halten aber bei Detroit Become Human kann ich dieses, was wäre wenn weiter führen und es erleben, auch wenn es nur virtuell ist.

  • Gesamtwertung9.4
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Patrick D. hat schon einiges an Erfahrung im Bereich Online Medien, so war er bereits bei Seiten wie, nextgen.at, FruitsTV und Gamesforce. Die Idee für Nerdioactive.at ging daraus hervor, als ihm die Lust überkam wieder in dieser Branche aktiv zu werden und ein neues Team zu leiten.