Review zu Vampyr

Wolltet ihr schon immer ein Vampir sein? Und selbst entscheiden, wem ihr aussaugt und wem ihr leben lässt? Dann könnte Vamypr etwas für euch sein!

In Vampyr übernehmt ihr die Rolle von Dr. Jonathan Reid, welcher gegen seinen Willen zu einem Vampir gemacht wurde und anschließend im Blutdurst seine eigene Schwester tötet. Von hier an beginnt die Reise als Vampir der nach antworten sucht und gerne Rache an den Geschöpf nehmen möchte der ihn zu dem gemacht hat was er ist. 

Einer der ersten Kontaktpersonen die wir in dem Spiel treffen ist Dr. Edgar Swansea, welcher ebenfalls Arzt ist und nebenbei auch der Leiter des Pambroke Krankenhauses, durch den Erfolg eurer ersten Mission, in der ihr einen Skal, was eine Art unkontrollierbarer Vampir ist, das Handwerk legt bekommt ihr eine Stelle in dem Krankenhaus, natürlich ist das nur ein Unterschlupf damit ihr euren Ziel näher kommt.

Vampyr fängt etwas überlagern an, viel Input aber so ganz hat man keine Ahnung wieso weshalb warum. Das legt sich aber nach einiger Zeit und auch wenn man viel lesen muss, also wirklich richtig viel, hat man nie das Gefühl das es sinnlose Texte sind. Und wie erwähnt muss man richtig viel lesen, da man nur so an Informationen der Bürger kommt und die braucht man um zu wissen, wer hat es verdient ausgesaugt zu werden und wer nicht, man kann sich zwar auch dazu entschließen jeden der nicht bei drei auf dem Baum ist auszusaugen aber jeder tot hat Konsequenzen. Also nur als Beispiel wenn man den Weckman aussaugt also der, der morgens durch die Straßen geht um 6 Uhr morgens um alle zu wecken, wird der eben nicht mehr durch die Straßen ziehen, und dann verschläft ihr. Also nur so als Beispiel. Natürlich sind viele Charsktere irgendwie auch nur Randfiguren, bei denen es nicht schmerzt das sie weg sind aber irgendwie sind alle miteinander verbunden, da man oft Hinweise nur von anderen Personen bekommt, diese Hinweise helfen euch weiter Sprachdialoge freizuschalten, das hilft euch potenzielle Opfer besser kennen zu lernen, es ist also ein Teufelskreis. Jedoch muss man dazu sagen das ihr auch mal jemanden aussaugen müsst, das bringt einen Haufen Erfahrungspunkte und die braucht ihr nunmal um stärker zu werden, zwar ist das Spiel am Anfang noch sehr kulant was den Schwierigkeitsgrad betrogt, jedoch zieht es sehr schnell rasant an und dann kommt ihr mit den gutmütig verdienten Erfahrungspubkten nicht mehr weit. Natürlich könnt ihr den Nahkampf, fernkampf oder die Vampir Attacken perfektionieren aber früher oder später macht ihr euch damit nur selbst das Leben schwer. 

Grafisch ist es eine solide Nummer auch wenn es hier und da mal ein paar Rückkehr gibt, gerade wenn der Bildschirm überladen ist, läuft es doch sehr konstant auch der Sound morbider englischen Sprachausgabe ist sehr gelungen, auch wenn es hier und da komisch aussieht wenn euer gegenüber zwar wild mit den Armen gestikuliert er jedoch nicht den Mund aufmacht, das kann man aber verschmerzen weil man sich sowieso mehr auf die Story konzentriert als auf nebensächliche Sachen.

Apropos nebensächliches, man kann in Vampir neben Leute töten und aussaugen auch defektiv spielen, zumindest könnte man das annehmen da man oft bei mord Schauplätzen oder Leichen nach hinweisen suchen kann, die man dann wieder in Gesprächen einbauen kann, oder die das quest voran treiben, je nachdem was ihr gerade als Aufgabe habt. 

Den größten Schwachpunkt den das Spiel hat ist eindeutig sein Kampfsystem irgendwie funktioniert es aber irgendwie auch nicht. Oftmals haut man wild auf Tasten und hat damit mehr Erfolg als mit Taktik und ab und zu funktioniert gar nichts, man fühlt sich ein wenig wie in einem Dark Souls, wo man mehr Glück hat bei Angriffen als das man wirklich etwas macht. Auch die Steuerung ist ab und zu etwas hackelig, so funktionieren schnelle Umdrehungen, gerade in Verfolgungsjagden nicht unbedingt immer wie sie sollten, eine kleine Kurve wird plötzlich eine scharfe Kurve. Nichtsdestotrotz funktioniert die Steuerung in langsamen Sequenzen, welche den Größten Teil des Spiels ausmachen, richtig gut.

Das Menü ist womöglich nicht für jeden etwas, ihr könnt nur Leveln wenn ihr euch ins Bett legt, ihr könnt sachen nur bei einem Werktisch Craften und Waffen auch nur dort Verbessern, dies ergibt zwar Sinn aber gerade am Anfang ist man damit etwas überfordert was das Spiel unnötig schwer macht. Obwohl man alles erklärt bekommt hat man trotzdem irgendwie nicht so wirklich einen schimmer davon was man hier gerade tut.

Dafür ist eine Sache wirklich gelungen, also neben dem ganzen Spiel, das nicht wirklich schlecht ist und die Punkte die wir ansprechen sind meckern auf ganz hohem Niveau, das Setting wurde dafür wirklich exellent umgesetzt. Die Stimmung, welche das Spiel erzeugt ist fesselnd und man überlegt wer es verdient hat und wer nicht, auch ein Mörder könnte ja doch aus irgendeinem Grund die Falsche Wahl sein. Auch dieses Gefühl den Leuten helfen zu wollen, da gerade Krieg herscht und die spanische Grippe in London wütet gibt einem zu denken, vorallem da man die Kranken in dem Krankenhaus immer wieder sieht und anfängt den ein oder anderen Patienten ins herz zu schließen.

Fazit
7.8

Vamypr ist ein Spiel das viele Ideen von anderen Spielen übernimmt und diese zusammen in ein Spiel packt, das ist nicht unbedingt schlecht aber einige Sachen funktionieren eben besser und einige eher Schlechter. Das ist aber nichts was einem den Spielspaß total zu nichte macht sondern einfach etwas das unseren kritischen Augen aufgefallen sit, auch wenn manche es gar nicht wirklich Realisieren. Trotzdem fängt Vamypr das Setting, ein düsteres von der Grippe heimgesuchtes London perfekt ein, man kann im Grunde mit jedem Menschen der im Spiel vorkommt interagieren und sich entschließen jeden auszusaugen den man möchte. Auch die Tatsache das jedes Opfer eine Hintergrundgeschichte bietet die es einem nicht unbedingt immer leicht macht sich zu entscheiden trägt viel zur Atmosphäre bei. Auch wenn man trinken muss um stärker zu werden ist es schwer hier einen rauszupicken der ers wirklich verdient hat. Das Spiel ist auf seine Weiße eine Solide Nummer, es ist jetzt nicht unbedingt ein Meisterwerk das die nächsten 10 Jahre überdauern wird aber auf seine Charmante Weise weiß es zu überzeugen, darum sollte sich jeder der das Genre mag oder der total auf Vampire abfährt dem Spiel einen Chance geben!

  • Gesamtwertung7.8
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Patrick D. hat schon einiges an Erfahrung im Bereich Online Medien, so war er bereits bei Seiten wie, nextgen.at, FruitsTV und Gamesforce. Die Idee für Nerdioactive.at ging daraus hervor, als ihm die Lust überkam wieder in dieser Branche aktiv zu werden und ein neues Team zu leiten.